
Um selbst den Überblick über die aktuellen Themen in den öffentlichen Arenen der Finanzindustrie zu behalten, analysieren wir regelmäßig mit unserem hauseigenen Monitoring-Tool „SCRIPT-NewsDesk" (*) die großen Print- und Online-Medien sowie die Internetpublikationen relevanter Branchenakteure und fassen die Ergebnisse im SCRIPT-Themenradar zusammen.
In den vergangenen Monaten haben Banken erste Schritte unternommen, um das durch die Finanzkrise verloren gegangene Vertrauen der Privatanleger wiederzugewinnen. Die Strategien sind vielfältig: Während einige Institute ihr Marketing umkrempeln oder ihre Vergütungsstruktur überarbeiten, setzen andere auf das Erlebnisbanking in der Filiale oder suchen den direkten Dialog mit den Kunden im Web 2.0.
Aus Kommunikationssicht versprechen jedoch nicht alle Bemühungen Erfolg. Denn nur die Mitarbeiter werden wieder glaubwürdig, deren Banken zuvor das Vertrauen der Kunden wiedergewonnen haben. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es mutiger Konzepte – teilweise sogar einer kompletten Erneuerung wie im Fall der Citibank in Deutschland. Es scheint: je größer der Schaden, desto umfassender die Neuausrichtung.
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Das Bankenbashing in den Medien geht auch in den Monaten Juli und August ungebrochen weiter. Wichtige Fragen zur Regulierung des internationalen Finanzsystems werden mit Bonidebatten oder etwa einer Ampelkennzeichnung für Finanzprodukte zu einem giftigen Cocktail, dessen Genuss nicht nur das Image der Banken, sondern auch das Selbstbild ihrer Angestellten nachhaltig schädigt.
Zwar beteiligen sich Vertreter der Industrie nun stärker an der Debatte als zuvor, aber ein Kampf um die Wiedergewinnung der verlorenen Reputation steckt noch in den Anfängen. Wir meinen: Die Banken müssen ihr jeweiliges Geschäftsmodell klar und selbstbewusst erklären. Nur so werden sie Glaubwürdigkeit zurückerobern. Dabei spielt die interne Kommunikation aus unserer Sicht bis auf Weiteres die zentrale Rolle.
Die gesamte zweite Ausgabe des SCRIPT-Themenradars steht rechts oben zum Download bereit.
Die Hiobsbotschaften haben das Vertrauen der Bürger in das Finanzsystem nachhaltig erschüttert. Sie ramponieren zudem das Image der Bankberater: Milliardenabfindungen, hohe Boni und undurchsichtige Finanzprodukte eignen sich besonders gut für eine systematische Stimmungsmache der Medien. Diese ergreifen klar Partei für die Anlegerschützer, zeichnen ein verzerrtes Bild der Banker und stellen diese an den Pranger.
In dieser moralisch aufgeladenen Debatte haben die Attackierten keine Chance. Ihre Versuche, ein Gegenbild aufzubauen, gehen in der medialen Schlacht regelmäßig unter. Eine wirkungsvolle Kommunikationsmaßnahme kann nur die zielgerichtete Kommunikation mit den verunsicherten Beratern bilden. Welches Bild die Medien vom Bankberater zeichnen und welche Themen die öffentliche Debatte bestimmen, darüber verschafft dieser Report einen Überblick. Neben den klassischen Titeln wurden dafür auch die Beiträge relevanter Akteure ausgewertet.
Alle Ergebnisse der ersten Ausgabe des SCRIPT-Themenradars finden Sie rechts oben im Download-Bereich.
Der von seto (Dresden) eigens für SCRIPT programmierte „NewsDesk" ist ein internetbasiertes Monitoring-Tool, mit dem wir die Medienarenen sowie hier auftretende Akteure und Themen permanent im Blick behalten. Auf diese Weise können wir uns die öffentlichen Debatten in Wirtschaft und Gesellschaft zu eigen machen und uns der Themen unserer Kunden annehmen. Bei Bedarf erstellen erfahrenen SCRIPT-Berater und -Redakteure anlassbezogene oder regelmäßige Management Summaries, in denen sie einen differenzierten Überblick über die Themen- und Nachrichtenlage liefern und eine qualifizierte Einschätzung zur Entwicklung unternehmensrelevanter Issues geben.