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Eine Ausstellung der Panorama-Bilder des Fotografen Jürgen Lecher

Julia Reiner über Jürgen Lecher im Februar 2006:
So haben wir den „Eiffelturm“ noch nie gesehen, die „Brooklyn Bridge“ scheint noch eleganter, als sie ist, selbst ein Profanbau wie das „Schalke Stadion“ wirkt fast sakral. Die Orte also erhöhen sich selbst und im Zusammenspiel all der eingefangenen Augenblicke, die in ihnen wohnen, werden sie sehr lebendig und streben auf besondere Weise nach Ewigkeit. Und dies ist, was ich als Jürgen Lechers Glück beschreiben würde. Er entdeckt die Welt mit anderen Augen, er lässt dem Zufall Raum und er gestaltet diese Zufälle zu einer dauerhaften Geschichte. Das hat viel mit Leidenschaft zu tun und mit Glücksmomenten, die sich bei dieser Arbeit einstellen.

Jürgen Lecher zitiert gerne die berühmte Fotografin Dorothea Lange, die gesagt hat, es sei „ebenso wenig Zufall, dass der Fotograf Fotograf wird, wie es ein Zufall ist, dass der Löwenbändiger Löwenbändiger wird“. So hat Jürgen Lecher zwar Geologie studiert und sich dann zum EDV-Programmierer umschulen lassen müssen. Doch sein richtiges Leben fing mit der darauf folgenden Ausbildung zum Fotografen an und bald konnte er sein eigenes Fotostudio eröffnen.

Unter den verschiedenen Vorstellungen, die Menschen vom Glück haben, lautet seine ganz sicher: Glück ist, wenn man eine Beschäftigung hat, die man liebt. Über seine Reise nach China, von der er die Panoramen „Chinesische Mauer“ und „Verbotene Stadt“ mitgebracht hat, hat er gesagt: „Ohne eine Kamera dabei zu haben, hätte ich Peking genauso interessant oder langweilig gefunden wie Travemünde.“ Aber er hat die Kamera eigentlich immer dabei und erhascht damit die Welt in ihren flüchtigen Augenblicken und gibt sie uns in einer mehrere Meter großen Schwarzweiß-Geschichte zurück.

Kontakt Jürgen Lecher:
lecherfotografie@t-online.de
www.lecherfotografie.de

Biografie:
1953 geboren in Bad Waldsee
1981 Diplom der Geologie in Göttingen
1982-1984 freiberuflicher Fotograf in Madrid
1984-1987 Fotograf im „Studio Eichhorn“ in Frankfurt
ab 1987 selbstständiger Fotograf in Frankfurt
1988-1993 Mitglied der Künstlergruppe „kip – Kunst im Park“
1989-1995 freier Dozent für Fotografie an der Fachoberschule in Offenbach

Einzel- und Gruppenausstellungen:
1981 „Friede den Hütten“, Galerie Apex, Göttingen
1988 „tiefoben“, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt
1989 Installation „müllieu“, Bahnhofsviertel, Frankfurt
1993 „UNICEF“, Kunsthalle Schirn, Frankfurt
1996 „46. International Design Conference – IDCA“, Aspen, Colorado
1997 „Der Untergang der Armada vor Capri dargestellt bei Stade“, Kunstraum, Hüll
1998 „Mensch – Menschen“, Kunstverein Kelkheim
1998 „ewig – vergangen“, Abtei Rommersdorf, Neuwied
1999 Installation „Auf eigene Faust“, Stadt Frankfurt
2002 „America“, Kunsthalle Koblenz
2002 Installation „Silur“, Kultursommer Rheinland-Pfalz, Bendorf
2002 „Fährleute“, Detlefsen-Museum (Fototriennale Hamburg), Glückstadt
2002 Installation „Trauriges Arkadien“, Mittelrhein-Museum, Koblenz
2002 „75 Jahre Ruhrchemie“, Rheinisches Industriemuseum, Oberhausen
2003 „Die Welt – so nah“, Mittelrhein-Museum, Koblenz
2003 Installation „Nomaden“, Kultursommer Rheinland-Pfalz, Bendorf
2004 „Bühnen der Welt“, Galerie Wild, Frankfurt
2004 Installation „Castello mobile“, Kultursommer Rheinland Pfalz, Bendorf
2004 „Fotocollagen“, Rheinmuseum, Koblenz
2005 „space and size“, Galerie im Schwesternhaus, Büdingen
2005 „art & the city“, Kunsthalle Koblenz
2006 „ZeitRaum“, Kunstforum Mainturm, Flörsheim